Stall, Feld und Co. – Ausbildung in der Landwirtschaft
Shownotes
Mit dem Start des neuen Ausbildungsjahres werfen wir einen Blick hinter die Kulissen der landwirtschaftlichen Ausbildung. Was macht sie so besonders? Zu Gast ist Heinz-Dieter Kortenbruck. Seit 25 Jahren bildet er auf seinem Hof in Bergkamen-Heil junge Menschen aus. Im Gespräch mit Conny erzählt er von seinen Erfahrungen, von prägenden Begegnungen und davon, was Ausbildung auf einem landwirtschaftlichen Familienbetrieb bedeutet. Wir sprechen darüber, weshalb Azubis während ihrer Lehrzeit verschiedene Höfe kennenlernen, warum Verantwortung vom ersten Tag an dazugehört und wie sich die Ausbildung im Laufe der Jahre verändert hat. Heinz-Dieter wirft einen Blick auf die vielen Jahre mit seinen Auszubildenden sagt „Wichtig ist, dass es menschlich passt“. Denn auf einem landwirtschaftlichen Familienbetrieb arbeiten Auszubildende eng mit der Betriebsleiterfamilie zusammen. Anders als in einem großen Industrieunternehmen ist man Teil des Familien- und Hoflebens. Außerdem geht es um die Besonderheiten des Berufs: Stallzeiten am frühen Morgen und am Abend, lange Arbeitstage in der Ernte und ruhigere Phasen im Jahresverlauf. Heinz-Dieter erzählt, welche Lösungen sie gefunden haben, um den Arbeitsalltag für seine Auszubildenden gut zu gestalten, und warum Flexibilität in der Landwirtschaft selbstverständlich dazugehört. Eine Folge über einen Beruf mit Zukunft, engagierte Ausbilder und junge Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.
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Transkript anzeigen
00:00:03: Landgeflüster, Geschichten vom Hof.
00:00:09: Seid herzlich willkommen bei unserem Podcast für euch!
00:00:12: Die ihr das Land liebt, die Natur schätzt und mehr über die Herkunft unserer Lebensmittel erfahren möchtet.
00:00:22: Der August ist gekommen und der August ist traditionell der Beginn der Ausbildungszeit hier in Deutschland Ausbildungsbeginn im Bereich Landwirtschaft.
00:00:33: Gast heute bei mir hier im Podcast Landgeflüster ist Heinz Dieter Kortenbrock aus, wo kommt's der Heinz-Dieter Hei?
00:00:40: Aus Bergkamen, Ortsteil Heil!
00:00:42: Bergkamer, das kann man sagen Rohgebiet?
00:00:46: Ja doch vielleicht hört man es auch an meinem Schlangen.
00:00:49: da hat sich viel dieses Woodpop-Torch eingelistet.
00:00:53: Das ist wohl erkennbar was er kommt vom Bötchen So ungefähr.
00:00:58: Ja, wir reden über Ausbildung in der Landwirtschaft und das ist ein Thema weil da so viel Erfahrung mit.
00:01:04: Wann hast du denn deinen ersten Auszubildenden?
00:01:07: Deine erste auszubildende gehabt.
00:01:09: Ich habe in der Vorbereitung mal nachgeguckt.
00:01:11: Das geht bis zum Jahr zwei Tausendzwei zurück.
00:01:14: also dieses Jahr werden es fünfundzwanzig Jahre die wir eigentlich dauerhaft Auszubilgende gehabt haben
00:01:21: Regelmäßiges Ding.
00:01:22: Welche Bedingungen muss man dafür erfüllen?
00:01:23: Ich weiß im Handwerk, da muss man ein Meister haben und diese Ausbildungszulassung ist das bei euch auch so?
00:01:28: Ja, bei uns ist es weder der Meisterweg oder eben die Fachschule mit dem Abschluss zum staatlichen Prüfenland fährt.
00:01:37: Genau!
00:01:37: Das reicht an.
00:01:37: dann kann man selber Leute ausbilden.
00:01:39: Dann kann man ausbild'n.
00:01:41: Wie läuft sowas?
00:01:42: Ausbildung auf den Bauernhof ist eine richtige Fachausbildung.
00:01:46: Was lernen die?
00:01:47: Zum einen muss der Betrieb auch anerkannt werden.
00:01:50: Das gehört ja auch dazu und Ausbildung, Landwirtschaft ist ein ganz breites Feld.
00:01:58: das geht über Tiere, Pflanzen, Maschinen, Bürokram sowieso immer wie in jedem Job mittlerweile.
00:02:06: Das machen die Auszubildenden auch?
00:02:08: Ja natürlich blicken sie da auch ein.
00:02:09: Sie müssen auch mal Angebote einholen für Saatgut oder Pflanzenschutzmittel.
00:02:16: Das müssen sie auch lernen, wenn Sie dann mal auf den Betrieb kommen wo sie das selber verwalten müssen.
00:02:23: Dann muss man sich da auch mal Gedanken drüber machen.
00:02:26: Jetzt gibt es aber verschiedene Höfe in verschiedenen Betriebe und Bereiche.
00:02:31: Dann lernen die nur im Ausbildungsbetrieb diese eine Richtung... Also,
00:02:38: landwirtschaftliche Ausbildung ist anders aufgebaut als in den meisten anderen Jobs.
00:02:43: Da wären ja Azubis für zwei oder drei Jahre beschäftigt und mittlerweile auch nicht mehr ganz so wie früher bleiben die in dem Betrieb werden eigentlich für diesen Betrieb ausgebildet, indem sie dann später weiterarbeiten.
00:03:00: Landwirtschaft funktioniert da anders.
00:03:02: in der Regel wechseln die jedes Jahr ihren Lehrbetrieb und müssen gewisse Felder auch in der Ausbildung abdecken und schnuppern dann eben auch in andere Verhältnisse, Betriebe und natürlich auch in Familien rein.
00:03:16: Wie ist das denn jetzt bei euch gewesen?
00:03:18: Auszubildende, die jetzt noch da sind oder vom letzten Jahr weiter da sind.
00:03:22: Was haben sie gemacht und was sind das für Leute?
00:03:25: Was daraus so geworden ist!
00:03:27: Was Sie noch machen wenn Sie da
00:03:28: sind?!
00:03:29: Ja
00:03:29: wir sind eigentlich recht offen gewesen auch für auszubildenden, die nicht außer Landwirtschaft kommen Und das ist sowas mich so fasziniert, was aus denen so wirklich geworden ist.
00:03:40: Auch weiblicher auszubillender haben wir öfters gehabt Ich weiß von welchen die wirklich dann auf einem landwirtschaftlichen Betrieb gelandet sind, Bauern geheiratet haben zwei Kinder einen großen Betrieb führen oder die eben in ganz andere Bereiche gegangen sind.
00:03:58: In die Vermarktung noch eine Handelsausbildung nachgeschoben haben und im Land handeln können aufgestiegen sind.
00:04:05: Also ganz verschiedene Bereiche, aber die bleiben dann alle auch im weitesten Umfeld der Landwirtschaft erhalten?
00:04:11: Doch das ist in der Regel so.
00:04:13: Wenn einmal die Sucht gefasst hat am Anfang, bleibt dann den auch irgendwie treu.
00:04:18: Woher kommen die denn?
00:04:20: Ist es nicht auch alles landwirtschaftliches Umfeld?
00:04:22: Da werden doch keine Großstadt-Ginder auftauchen, die vielleicht noch nie eine Kuh gesehen haben.
00:04:27: Ja, das ist schon meist aus ländlichen Bereich.
00:04:30: Aber manchmal fasste mich das immer wie die zu dieser Idee kommen.
00:04:35: Ein Auszubildender hat jetzt den Abschluss gemacht von mir, der absolut nicht außer Landwirtschaft kommt.
00:04:42: Sein Vater ist irgendwie im Industrieunternehmen aber sehr offen für eine andere Ausbildung und er hat so einen Spaß daran.
00:04:49: das will man ja nur fördern.
00:04:51: Gucken wir mal rein was war denn da sein Job?
00:04:53: Was hat er gemacht bei dir in der Ausbildung?
00:04:56: Das ist ja dann so wieder Betrieb eben funktioniert.
00:05:00: unser Schwerpunkt auf Betrieb ist halt die Grünlandwirtschaft mit ein bisschen Acker und die Myrkuhherde.
00:05:08: Wir melken immer um die Hundertzwanzig Kühe, alles was da so zugehört, Jungfiehaufzucht
00:05:14: usw.,
00:05:16: Da ist natürlich auch die Basis... für die Ausbildung.
00:05:20: Es muss ja auch das ganze Jahr was zu tun sein, deshalb eben Betreuung der Tiere
00:05:25: und dann... Was heißt
00:05:26: das?
00:05:26: Kürtreiben oder melken macht doch bestimmt ein Roboter.
00:05:30: Ja Melken macht bei uns tatsächlich mittlerweile der Roboter.
00:05:33: Das war sonst immer die Hauptaufgabe der Azubis Dieses Melken zumindest einmal am Tag.
00:05:40: Aber trotzdem müssen die Tiere betreut werden.
00:05:44: Ich sage immer es gibt diese Therapiegruppe kontrolliert gemolken werden muss.
00:05:50: Dann muss auch die Tiere beobachtet werden, jedes Tier muss man einmal am Tag gesehen haben und kontrollieren.
00:05:59: Die müssen eingestreut werden, sie müssen gemistet werden.
00:06:04: Da ist rundherum Arbeit genug!
00:06:06: Sicherlich, wobei die Auszubildenden doch wahrscheinlich die Erfahrungen nicht haben.
00:06:10: Die sehen noch in der Kuh nicht an, ob sie jetzt frisch ist oder nicht?
00:06:12: Dann müssen die alle lernen!
00:06:13: Ja,
00:06:14: deshalb sind es ja bei uns.
00:06:16: Der August ist in der Regel für den Ausbildenden erst mal ein stramer Monat.
00:06:21: Ich sage mal, einviel Jahr braucht das bis dass Sie richtig in diesem Prozess eingearbeitet sind.
00:06:27: Das ist dann bald Weihnachten und ab dann kehrt sich's als um... man ein bisschen mehr Freiraum gewinnt, dadurch dass der auszubildende viele regelmäßige Arbeiten schon mal übernimmt.
00:06:39: Und wie ist das so mit Arbeitszeiten auf dem Hof?
00:06:42: Manche Auszubildenden laufen ja heute los und denken sich, ah komm hier Work-Life Balance!
00:06:47: Jetzt habe ich aber Feierabend.
00:06:48: Ja, das ist so als wir... Ich angefangen bin mittlerweile eben seit fünfundzwanzig Jahren.
00:06:54: da hat man eigentlich gemeint Der Ausbilder muss morgens da sein, wenn der Chef aus dem Haus kommt und abends auch mal im Chef wieder aufhören.
00:07:03: Das hat sich heute gewandelt also... Zwei Stunden
00:07:06: machen die nicht mehr?
00:07:07: Nein das ist ja jetzt.
00:07:10: wenn als sie Ernte lief dann geht das auch nicht ohne.
00:07:14: Dann wird es im Sommer auch mal dunkel und man ist noch beschäftigt aber Die Jungs und Mädels haben da ja noch Spaß dran!
00:07:20: Dann machen die das auch gerne durch andere Tage, wo es dann ruhiger ist wieder den zurückgeben.
00:07:28: Gibt's
00:07:28: bestimmt ein Winter, wo ein bisschen weniger los ist?
00:07:30: Ja genau!
00:07:31: Das ist
00:07:31: ja traditionell in der Wirtschaft.
00:07:33: Und
00:07:34: für unser Betrieb wir sind angefangen das im Schichtsystem zu machen dass wir jede Woche wechseln Frühschicht spät schicht so dass das mit den Arbeitszeiten passt.
00:07:45: Die Frühstück ist natürlich sehr angenehm, wenn man morgens um sechs Uhr anfängt und hat mittags um eins Feierabend.
00:07:51: Dann kann man sich nachmittags mal richtig was vornehmen.
00:07:54: aber eben die andere Woche geht dann von morgens zehn bis abends das alles fertig ist.
00:08:00: Und nachts muss keiner wachen!
00:08:02: In der Regel sind wir ja selber da und wenn dann noch etwas ist ...
00:08:07: oder passiert nicht ganz so viel.
00:08:09: Ja, was nehmen diese jungen Leute mit bei euch auf dem Beruf?
00:08:13: In dieser Ausbildung machen.
00:08:16: Was bringt ihnen das?
00:08:17: Was glaubst du?
00:08:18: Ja eben diesen weit gefächerten Beruf kennenzulernen.
00:08:22: Man kann vieles nur ankratzen während dieses eines Jahres also bis in die Tiefe kommt es häufig nicht aber alleine dieses Leben auch auf den Bauernhof sind ja jetzt nicht nur in den Arbeitsprozess involviert.
00:08:38: Bauernhöfe sind Familienbetriebe, da hat jeder was zu sagen.
00:08:43: Und diese Diskussion kriegen sie mit.
00:08:46: ich habe zum Beispiel den Betrieb mittlerweile so halb an meinen Sohn übergeben.
00:08:51: wir führen den Betrieben als GBR und dann gibt es natürlich Reibereien und Diskussionen.
00:09:01: Meine Frau auch noch mit dabei.
00:09:03: das muss ja alles gemanagt werden.
00:09:06: Und ich mache diese Diskussion gegenüber Azubis ja auch offen, dass
00:09:12: Dass sie merken, wie du was abläufst.
00:09:15: Wie steuert man?
00:09:16: Wie kann man aus solchen Situationen wieder rauskommen?
00:09:20: Das bedeutet dann aber auch wenn menschlich ein Austausch da sein muss weil er ist einfach da dass die Chemie irgendwie passen muss das mal mit den Auszubildenden irgendwie klar kommt.
00:09:30: Klappt das immer?
00:09:32: Wenn ich jetzt auf die Jahre zurückgucke haben wir alles beigeabt.
00:09:38: Manche erinnern sich immer sehr gerne wieder dran Wie das Zusammenleben war, merkwürdige Weise war es bei den Mädels immer ein bisschen einfacher als bei den Jungs.
00:09:48: Ach wie kommt's?
00:09:49: Ja
00:09:49: ich weiß auch nicht!
00:09:50: Aber da haben wir auch andere Fälle dazwischen wo man dann... Es ist ja auch dann schwieriges Alter.
00:09:57: Wenn die so sechzehn, siebzehnt, achte sind, da haben die auch andere Sachen im Kopf, die viel wichtiger sind als Arbeit.
00:10:01: Das können wir vorstellen.
00:10:04: Schlimm wirds halt wenn die nur ihre Zeit absitzen.
00:10:10: der Spaß an der Arbeit vergeht, aber das haben wir sehr selten gehabt.
00:10:13: Ich versuche eigentlich immer den auch Spass an der Sache zu vermitteln.
00:10:18: Wie entscheidest du denn wer kommt?
00:10:20: Wer kommen darf wird da irgendwie zugewiesen?
00:10:22: also es kommen Bewerbungen übermittelte das
00:10:26: Ja.
00:10:27: das haben ja auch viele Probleme gehabt auch Auszubildende zu finden.
00:10:34: dann öffnet man die Spanne was einem gefällt und Meckwürderweise haben wir immer was gefunden, die kommen wollen.
00:10:42: Das geht sogar bis zu Azubis mit Behinderung.
00:10:47: Haben wir auch mal gehabt und da sind wir eigentlich recht offen.
00:10:50: aber für uns war es im am wichtigsten menschlich mit denen klarzukommen.
00:10:56: Ja das ist
00:10:57: ja auf dem Landwirtschaftlichen Betrieb das Wichtigste weil wir eben sagen Die sind mit in diesem Ablauf und laufen mit, die kommen nicht stramm.
00:11:10: Man ist immer selber mit denen zusammen da will man sich dann auch wohlfühlen.
00:11:14: Man muss sich schon irgendwie verstehen.
00:11:16: Gemeinsam Nenner haben sonst funktioniert das nicht.
00:11:19: Haben schon mal welche abgebrochen von sich aus?
00:11:21: Eigentlich sehr selten.
00:11:23: Einfall gibt es ja Da... Das ist immer so eine Situation.
00:11:30: Im Winter kommt ja so eine ruhigere Phase und dann kommt es auch schon öfter mal zur Reihe bereiten, bevor das dann im Sommer dann im Frühjahr wieder richtig losgeht.
00:11:43: Und man wieder rauskommt aufs Feld.
00:11:48: Da hat dieses Durchhaltevermögen nicht über den Winter gereicht.
00:11:52: Also
00:11:53: wir haben nach wie vor mit dem haben wir Nachwichte.
00:11:55: und noch ein ganz gutes Fallen ist
00:11:57: Das ist halt auch von Mensch zu Mensch dann sehr unterschiedlich, wie das abläuft.
00:12:01: Was kannst du jungen Leuten so mitgeben?
00:12:04: Interessiert euch für Landwirtschaft?
00:12:06: Weil... was ist ein guter Grund?
00:12:08: Ja da komme ich immer wieder auf dieses breite Fell zurück und man ist auch wenn man diese Ausbildung hat anerkannt in allen Bereichen weil man eben auch dazu dieser Offenheit für vieles geführt wird und eben Kenntnisse breit bekommt, eben über Tiere, Pflanzen, Maschinen.
00:12:29: Und das ganze fällt.
00:12:31: Gibt es so bestimmte Sachen die die Auszubildenden besonders gerne
00:12:34: machen?
00:12:35: Das schwankt natürlich.
00:12:37: zum Beispiel hatte ich einmal zwei auszubildende zur Auswahl die dann mal zum Probe arbeiten kamen und der eine sagte Darf ich noch mal mit den Trecker fahren?
00:12:48: Wir hatten zu der Zeit einen neuen Schlepper gekriegt, alles vom Feinsten.
00:12:51: Neues Spielzeug!
00:12:52: Und zwei Tage später war der andere da und da hat man auch einen neuen Melkstand gekriegten.
00:13:00: Der sagte, darf ich nochmal
00:13:01: melken?!
00:13:02: Da wusste ich natürlich will nicht nehmen.
00:13:04: Treckerfahren finde ich immer ein für aber zum Melken nicht.
00:13:07: Das passt dir dann besser dabei?
00:13:09: Ja das
00:13:09: passt mir dann.
00:13:10: Ist eigentlich
00:13:10: auch eine eigene Lieblingstätigkeit oder als Kind schon so ein Lieblinsort was du besonders gerne gemacht hast?
00:13:17: Ja, eigentlich Tiere waren am Anfang nicht so wichtig in meinem Leben.
00:13:21: Aber mehr die Technik das.
00:13:23: Woher ist
00:13:24: auch der Treckerfahrer?
00:13:26: Das ist bis heute so geblieben.
00:13:28: aber man merkt dann doch wie wichtig einem die Tiere sind und entwickelt dann die Beziehung dazu.
00:13:36: Es hat ja was mit Verantwortung
00:13:38: zu tun.
00:13:38: Ja eben
00:13:40: geht in diese Richtung.
00:13:41: Wie siehst du die Perspektiven?
00:13:43: Landwirtschaft, Ausbildung so Zukunftsberuf.
00:13:48: Auf jeden Fall als Zukunft.
00:13:51: das ist ja in fast allen Berufsfeldern wo eine Ausbildung vorweg steht.
00:13:55: Die ganzen Handwerke und so weiter haben alle Zukunft.
00:13:59: genauso ist es bei der Landwirtschaft auch.
00:14:01: Es ist nur faszinierend.
00:14:03: Ich habe jetzt kürzlich noch die Berichte gelesen, wie sich die Ausstattung der Betriebe entwickelt hat mit auszubildenden.
00:14:12: Wir sind eigentlich immer noch auf gutem Niveau.
00:14:15: Wir bilden immer noch gleichmäßig aus – es ist nicht genug aber wir bilden auch immer noch leichtmäßig aus und werden in vielen Handwerksbereichen.
00:14:24: gar keine Ausbildung stattfindet teilweise.
00:14:26: Also die, die gar keine ausbilden zu bildenden mehr finden.
00:14:29: Woran liegt's?
00:14:30: Ach so!
00:14:30: Die Leute zu finden ist wirklich das
00:14:31: Problem.
00:14:32: Ja ja, die Leute zu finden.
00:14:33: deshalb ist Lampfett ein Job wo man in alle Bereiche nach hereinschnuppern kann.
00:14:41: Das ist ein Beruf mit Perspektive, kann man sagen auf jeden Fall.
00:14:44: Und
00:14:44: die dient eben auch als Grundlage.
00:14:46: zum Beispiel... Ich komme ja aus dem Kuhbereich.
00:14:49: Da gibt es so genannte Besamungstechniker, die mit Sperma, Kühe besamen und die setzen voraus eine Ausbildung.
00:15:00: So wie einen Auszubildenden.
00:15:01: ich habe von Anfang an gesagt das möchte ich mal werden.
00:15:04: Ich mache jetzt die landwirtschaftliche Ausbildung und gehe dann in diesen Bereich oder
00:15:08: Landmaschinen-Technik oder was auch.
00:15:10: über Grundlagen gibt's alles mögliche kaufmännisches wahrscheinlich auch.
00:15:15: Das ist immer die Grundlage, wenn ich dann mich irgendwo bewerbe und sage so.
00:15:20: Ich habe zwei oder drei Jahre Ausbildung gemacht auf dem landwirtschaftlichen Betrieb.
00:15:26: Dann werden alle hellhörig.
00:15:28: Ja, dann hat er schon mal gesehen wie arbeiten funktioniert und kann sich, kann organisieren.
00:15:34: Hat der Füße an der Erde?
00:15:35: Ja!
00:15:37: Muss man keine Zahlen nennen aber wissen natürlich verdient sie dann auch irgendwie schon richtig.
00:15:43: Ja, da gibt's ja den Tariflohn.
00:15:46: Den gibt es.
00:15:48: Das ist eigentlich die Basis dafür.
00:15:50: Es muss für beide interessant sein.
00:15:53: Der ist auch mittlerweile ganz gut angepasst und das passt schon.
00:15:57: Also ist jetzt kein billig gehalten?
00:16:00: Nein!
00:16:01: Man muss immer gucken... Das ist eben das Problem bei Landwirtschaft.
00:16:06: Ich bilde den auszubildenden nicht für meinen Betrieb aus dass er dann nach der Ausbildung sein Geld verdient.
00:16:15: Der muss seinen Geld für mich verdienen während des Jahres, das er bei uns ist.
00:16:20: So eine gewisse Leistung muss er dann auch mit erbringen in den Betrieb?
00:16:23: Das
00:16:23: muss auch wieder reinkommen!
00:16:24: Genau, sonst geht es nicht.
00:16:26: Und ich habe einem auszubilden, der dann weiter bei mir geblieben ist und gesagt nach Erprüfungen so... Jetzt bist du doppelt zu teuer, jetzt musst du auch doppelt so viel arbeiten.
00:16:36: Guck da komisch her!
00:16:38: Wie viele Leute seid ihr denn?
00:16:39: So inklusive im Auszubildende?
00:16:42: Ja wir haben in der Regel einen auszubildenden und dann eben unsere Familie und eine Mitarbeiterin zur Zeit und dann noch Aushälfskräfte.
00:16:54: Ist nicht riesengroß die Aushölfskräfte wahrscheinlich zu ernte Zeit oder sonst was
00:16:58: wenn es möglich ist.
00:17:01: Handwerker, der mir noch mal hilft.
00:17:06: Ja dann danke ich dir für den Besuch hier!
00:17:09: Was können wir den Leuten draußen mitgeben zum neuen Ausbildungsjahr so zusammenfassend?
00:17:15: Ja viel Mut und Offensein für alles und alles Gute wünschen.
00:17:22: Dann würde ich fast sagen was Richtung Bergkamp geht.
00:17:25: Glück auf auch auf dem Hof.
00:17:27: Ich danke dir Ja herzlichen Dank.
00:17:31: Das war unser Landgeflüster
00:17:33: für heute.
00:17:34: Wenn dir die Episode gefallen hat, abonniere unseren Podcast
00:17:38: und teile ihn mit Freunden.
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