Naturschutz auf vier Beinen – Mutterkühe im Ochsenmoor
Shownotes
Rinder als Landschaftspfleger: Dominik Schmedt und seine Familie bewirtschaften große Weideflächen im Naturschutz- und Vogelschutzgebiet Ochsenmoor. Mit ihren Mutterkühen halten sie die Landschaft offen und das Gras kurz. So schaffen sie genau die Bedingungen, die viele Wiesenvögel für ihre Brut brauchen.
Im Gespräch erzählt Dominik, warum ihm die Landwirtschaft, der eigene Hof und seine Heimatregion so am Herzen liegen. Er berichtet, wie die Familie zu dieser besonderen Form der Bewirtschaftung gekommen ist und welche Rolle die Tiere dabei spielen. Es geht um Tierwohl, Naturschutz und die enge Verbindung zwischen Mensch, Tier und Landschaft. Es geht aber auch darum, wie sich dieser besondere Einsatz für die Natur wirtschaftlich tragen lässt.
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Transkript anzeigen
00:00:03: Landsgeflüste, Geschichten vom Hof.
00:00:09: Seid herzlich willkommen
00:00:10: bei unserem Podcast für euch!
00:00:12: Die ihr das Land liebt, die Natur schätzt und mehr über die Herkunft unserer Lebensmittel erfahren möchtet.
00:00:21: Tja da bin ich jetzt mal auswärts unterwegs Und zwar fast schon umzingelt von Niedersachsen in Stemmededielingen.
00:00:31: Ich bin beim Dominik Schmet auf dem Hof.
00:00:33: Wir stehen hier direkt Ja, am Stall.
00:00:36: Da sind hier eine Menge Bullen habe ich mir erklärt lassen.
00:00:38: Moin Dominic, grüß dich erstmal!
00:00:39: Moin Conny
00:00:40: Jetzt erzähl mal hier.
00:00:41: wir sind hier aufm Hof den Hof.
00:00:43: Den habt ihr?
00:00:44: Ist das euer Familienhof schon seit was weiß ich lange oder relativ neu?
00:00:48: Der Betrieb besteht mittlerweile wenn ich es richtig im Kopf habe mit meinen Kindern.
00:00:53: sprich ist die siebte Generation Und was es heute ist, kann man ja sehen.
00:00:57: Beziehungsweise siehst du hier?
00:00:58: Ja
00:00:58: das sehe ich da schon ein bisschen größer.
00:01:00: wir stehen ja auf dem Eingang vom Stall.
00:01:02: dahinter ist ein Wohnhaus das habe ich gerade gesehen direkt an so einer Landstraße beim Bäumchen.
00:01:06: Natur ist ein bisschen vertrocknet dieses Jahr ja sieht man draußen und auf der anderen Seite ist ein riesengroßes Lager hätte ich beinahe gesagt mit Stroh.
00:01:16: aber kommen wir erstmal zu eurer Familiengeschichte hatten wir gerade.
00:01:21: Du hast von Anfang an Landwirtschaft gemacht.
00:01:23: Ich
00:01:24: bin hier so reingewachsen, als Kind hier aufgewachsen.
00:01:27: Als kleines Kind eigentlich immer schon mit meinem Trampeltrecker hier rumgedüst und habe gemeint ich kann das mit meinen kleinen Plastikdingen machen was mein Papa ja mit der großen Maschine eben machen kann.
00:01:37: Und aus dem Trampeltrecker ist halt heute für mich Echte Trecker geworden, mit dem ich hier halt arbeite.
00:01:45: Ein Gerät steht da vorne?
00:01:46: Das ist ein Transporter.
00:01:47: was haben wir heute?
00:01:47: Wir
00:01:48: haben einen Radlader stehen.
00:01:49: das ist eigentlich hier so Schlüsselmaschine für uns der läuft am Tag keine Ahnung selten.
00:01:54: dass er aus ist sag' ich mal weil der ist zum Füttern da.
00:01:56: der ist vom Einstreuen da.
00:01:57: der is zum Abmisten da der es zum Ballen wegbacken da.
00:02:00: das ist quasi unsere mobile Schiebgare.
00:02:04: Also da sind wir schon so ein bisschen bei der Standardfrage, die war immer mit drin.
00:02:08: Warst du irgendwie hier so besondere Kindheitserinnerungen?
00:02:11: Mit deinem Trecker das habe ich gerade schon gehört?
00:02:13: Ja, sonst besondere kindheitser Erinnerung.
00:02:15: Ich meine, da gibt es sicherlich viele.
00:02:17: Man war eigentlich immer wieder dabei wenn der Betrieb bewachsen ist von irgendwie aufstellen von jetzt ja heute die Stahlhallen wie bis früher, wenn unser Opa eine Güllegrube gemauert hat oder irgendwas gemacht hat dass man eben unten mit drin stand Kelle auch selbst dabei hatte, selbst ein bisschen Speis an die Wand geschmissen hat und dann ja helfen wollte.
00:02:35: Man ist einfach mit groß geworden.
00:02:36: man hat gesehen was machen die?
00:02:38: Und man wollte es halt eben selber machen.
00:02:40: Auch mal einer reingefahren in eine Gülle grobe?
00:02:42: Ja glücklicherweise nicht, da gibt's zwar eine Story zu wo unser Opa dann irgendwann mal das System ein bisschen geändert hat aber das würde jetzt ausarten!
00:02:51: Wer weiß wie das ausgegangen ist?
00:02:54: Ist doch ein Lieblingsort, wurde dich am liebsten aufhälzt?
00:02:58: Lieblingsort kann man eigentlich nicht sagen.
00:02:59: Ich würde sagen, das ganze hier ist Lieblinsort einfach das Zuhause.
00:03:03: Das hier ist unser Zuhaus und es gibt ja eigentlich keine speziellen Ort für mich wo ich mich richtig wohl fühle.
00:03:08: Es ist ja das Ganze drumherum
00:03:10: Genau zwischen den Tierchen.
00:03:11: und damit kommen wir eigentlich zum Thema weil es geht um Kühe, es geht Um Tierhaltung in einem besonderen Umfeld.
00:03:20: Und das verrate ich gleich denn jetzt setzen wir uns gleich erst mal ins Auto und dann gucken wir uns mal ganz genau an und Dann kannst du mir erzählen was das eigentlich ist.
00:03:27: Ja, dann würde ich sagen setzen wir uns ins Auto fahren los und dann zeige ich dir mal was wir sonst noch so machen außerdem was wir hier am Betriebstandort haben.
00:03:44: Und jetzt sind wir angekommen mitten im Nichts!
00:03:47: Wir stehen hinter dem Pickup von dir Dominik und schauen eigentlich nur... Ich sage jetzt mal ganz naiv auf eine riesengroße Wiese.
00:03:55: Hier ist nichts als Wiese.
00:03:56: unter dem Horizont sind Windräder vor uns sind Kühl.
00:03:59: Ist das einfach nur Kühl?
00:04:02: Man könnte es einfach für bezeichnen.
00:04:05: Natürlich sind es Kühe, aber wir machen neben der Bohlenmasse auch Mutterkuhhaltung und damit entsprechende Landschaftspflege hier im Naturschutzgebiet Oximo am Dümmersee.
00:04:15: Das war jetzt das Stichwort, das eigentliche Thema ist nämlich die Irgendwie Wiese.
00:04:19: Das ist in der Nähe vom Dümmersee.
00:04:21: Damit sind wir nur wirklich quasi in Niedersachsen?
00:04:24: Sind wir schon da?
00:04:25: Die Fläche gehört schon zu Nieder Sachsen oder wie ist das?
00:04:27: Ja genau!
00:04:28: Wir sind ja quasi am Rand von Niedern Sachsen Und bis zu uns ist es von hier eben nicht weit.
00:04:33: Es hat sich über die Zeit so ergeben, dass wir in dieses System entsprechend betrieblich reingewachsen sind.
00:04:40: Kurhaltung im Naturschutzgebiet?
00:04:42: Das ist jetzt eine Geschichte.
00:04:43: da denkt man naja gut, Köln ist auch Natur eigentlich macht das nichts aber das ist nicht sowas ganz normales.
00:04:49: Was ist da besonders?
00:04:51: was ist für euch anders?
00:04:53: Für uns ist es einfach vor allen Dingen anders, dass die Tiere halt wirklich ungefähr neun Monate auf der Weide sind.
00:04:59: Und zwar dauerhaft, vierundzwanzig Stunden und nicht ich sage mal wie das in einem Standard-Milchviehbetrieb ist wo die Tiere dann eventuell einen Weidegang haben tagsüber abends aber wieder zurück ins Stall geführt werden Sondern diese sind halt wirklich immer draußen.
00:05:12: Das Kalb läuft bei der Kuh.
00:05:15: Ich bezeichne's immer gerne als unsere mobile Melkmaschine Wenn das Kalb eben bei seiner Mutter dann Milch säuft und zwischendurch dann aber auch am Grasennäs.
00:05:25: Das ist so eine Art Familienleben hier, was wir hier sehen auf der Wiese?
00:05:28: Ja das kann man sowieso sagen.
00:05:30: also hier passt doch ziemlich jeder auf jeden ein bisschen auf.
00:05:32: Also mit Mutterkuh ist nicht wie so ne Milchkuh.
00:05:36: Mutterkuch kann durchaus auch gefährlich sein weil die einfach einen anderen Beschützseinstinkt haben den Kälbern gegenüber wie die herkömmliche Milchkuu.
00:05:43: Genau ich sollte da jetzt nicht einfach so reingehen.
00:05:46: Diese sind jetzt ganz friedlich, aber wenn man so ein Kälvchen falsch Mörr macht dann geht das eben ganz schnell.
00:05:51: Dann ist Mama oder auch die anderen Mamas sind die dann parat.
00:05:55: Es gibt Situationen, da wundert man sich wie schnell man durch einen Stacheldraht bekommt.
00:05:59: Ja,
00:06:00: das glaube ich auch.
00:06:00: Ich habe Kinder auf dem Bauernhof, kenne ich ja auch und bei der Köder war ein bisschen vorsichtig.
00:06:05: Jetzt sind wir im Naturschutzgebiet und sie sind trotzdem eingezäunt.
00:06:12: Bleiben die immer auf dieser Fläche jetzt, aber nicht den ganzen neuen Monaten?
00:06:14: Nein.
00:06:16: Die bleiben nicht auf der Fläche ausschließlich.
00:06:18: Das hier ist eine Fläche, wo wir vorstehen.
00:06:20: Die heulen wir zuerst und anschließend kommen die Tiere hin, als Nachweite.
00:06:23: vorher standen sie an einem anderen Standort andere Flächen, wo dann erst geweidet wird und anschliessend nachgemäht.
00:06:30: Hier ist es eben so dass wir erst Heul machen und anschließen die Tiere hierhin bekommen um die Weile möglichst kurz zu halten, möglichst kurz rasig für die wirklich bedeutsamen Wiesenvögel, die hier eben kurzrasige Fläche brauchen.
00:06:44: Wo dann der Wiesen-Vogel nisten kann weil er ist eben als Bodenbrüter.
00:06:49: Ja da vorne ist einer das kein Bodenbräuter!
00:06:51: Der holt sich was zu essen?
00:06:52: Das sind andere Kollege, ne?
00:06:54: Ja das ist ein anderer Kollege haben wir einen kleinen Turmfalken.
00:06:57: Das ist einer von den vielen die hier so rumrennen.
00:06:59: Was sonst hier eben an Vögeln vor allen Dingen ist Bravöge sind hier viele Bäckers hin, Kiebitze, Kampfläufer... Schützenswerte vorgeladen.
00:07:10: Ja und vor allen Dingen auf einer ziemlich großen Fläche, also das ist wenn ich mich hier komplett umgucke da ist einfach erstmal nichts, dahin kommen noch zwei Fahrradfahrer... Das war's aber auch.
00:07:18: Ja das war es dann so ziemlich!
00:07:19: Also der Naturschutzgebiet umfasst irgendwie ohne den See eine Gesamtfläche von knapp zweitausend Hektar und das muss halt irgendwie alles gepflegt werden.
00:07:28: Das ist schon eine gewisse Herausforderung.
00:07:31: Ja, das bedeutet ihr habt hier Tierhaltung unter etwas anderen Bedingungen.
00:07:36: Stichwort extensive Landwirtschaft, da kann also nicht den Ertrag sozusagen Fleischproduktion maximieren geht nicht.
00:07:44: Maximieren ist ja nicht wirklich, wir haben mit Deutschangruß eine entsprechende Rasse die eben sehr wenig sehr gut klar kommt.
00:07:53: Und was bedeutet das für euch in euren Abläufen?
00:07:57: Müsste da auch noch irgendwelche Zertifikate erfüllen oder sonstwas machen, dass ihr hier dürft.
00:08:01: Oder was sind die besonderen Bedingungen
00:08:03: noch?
00:08:04: Bedingung sind da eigentlich nicht ganz viele dran geknüpft.
00:08:06: also Bedingungs sind so ist einmal Auftrieb stärken wie viel Tiere, die wir pro Hektar auftreiben dürfen.
00:08:14: Das ist alles vertraglich geregelt niedergeschrieben.
00:08:17: Düngungen zum Beispiel sind hier absolut ausgeschlossen.
00:08:20: Die einzige Düngung, die hier stattfindet ist wenn die Kuh ihre Hinterlassenschaften darlässt und der Rest läuft quasi darüber dass im Winter die Flächen hier wirklich überstaut sind.
00:08:28: also im Winter ist das hier mehr oder weniger eine Wasserfläche
00:08:31: Und da reicht der Regen, der normalerweise kommt?
00:08:33: Normalerweise kommt der Reich dann dafür.
00:08:35: Hier sind überall Stauwehre eingebaut in die Gräben und die werden entsprechend eine Jahreszeit hochgezogen.
00:08:41: Dann ist das hier alles eine Sehenplatte
00:08:44: Heißt ja auch Moor!
00:08:46: Die Zeit der Entwässerung ist vorbei.
00:08:49: Man versucht den ganzen Kran wieder zu vernessen ist natürlich ein bisschen schwierig, Moa wieder zu vernessen.
00:08:55: Man muss sich das so vorstellen wie einen neuen Schwamm oder neues Handtuch.
00:08:59: Das muss auch erst einmal gewaschen werden damit es wirklich gut funktioniert.
00:09:02: und das ist ganz schwierig eben das Wasser in dieses Moa reinzubekommen.
00:09:06: In der Tiefe?
00:09:08: Genau!
00:09:10: Es ist hier aber links so man muss gucken... Die Grundwasserschicht ist knapp unter der Grasnabe.
00:09:16: Hier
00:09:17: ist der Wasserstand schon sehr hoch?
00:09:18: Ja, hier arbeiten fast nur mit Spezialmaschinen möglich, entsprechende Bereifungen und Reifendrücke, möglichst leichte Heumaschinen aber trotzdem auch größere Arbeitsbreiten um Überfahrten zu vermeiden.
00:09:35: Ja genau, also in dem Moment wenn du jetzt mit einem richtigen Schlepper da drauf gehst dann singt sie quasi ein.
00:09:40: Wir werden hier schon fertig mit unserer herkömmlichen lambitschaftlichen Technik die wir haben.
00:09:45: nur man muss wissen was man hier tut.
00:09:48: Also hier kann man nicht unbedingt jeden hinbekommen zum fahren weil es gibt hier so gewisse Stellen.
00:09:54: die muss man auch wirklich kennen.
00:09:56: Wenn man die nicht kennt
00:09:59: Das ist das Moor ganz klassisch.
00:10:02: Wo man sich das gar nicht so vorstellt, in Filmen da denkt es immer so dann muss jetzt eh welche richtigen Wasser fützen und dann sind auch irgendwelche Bäume.
00:10:08: aber das hier sind einfach nur Wiesen riesige Grasgrünflächen.
00:10:12: Ja genau man hat hier eben aus dem zum Schutz des Wiesenvogels weil er ja nur im Bodenbrüter ist hat man halt die meisten Bäume hier quasi entfernt oder Man hat sie entfernt.
00:10:24: Weil der Falk hier zum Beispiel, dass man solchen Greifvögel nicht die Möglichkeit als Ansitz bietet um dann auf die kleinen Küken zu gehen und die zu fressen.
00:10:34: Die Vögels sind ein entscheidendes Thema.
00:10:35: Da vorne sind jetzt aber ganz viele und das sind nicht die, die geschützt werden sollen.
00:10:40: über die müssen wir auch mal reden.
00:10:41: Das ist Besuch!
00:10:42: Ja, wir haben hier was heißt Besuch.
00:10:44: Mittlerweile ist das leider Gottes Haus dazu geworden dass es eben ja Standvögel sind sag ich mal in Form von Bläsgänzen und Graugänzen.
00:10:53: Das sind jetzt nur ein paar die da sitzen.
00:10:55: Ich würde sagen das sind vielleicht so hunderthundertfünfzig Vielleicht sind's auch zweihundert.
00:11:00: Aber zur wirklichen Zugzeit wenn die Gänse eben von A nach B ziehen Dann kann man sich nicht vorstellen was hier los ist.
00:11:07: also dann sitzt hier wirklich ganz an ganz Und wenn die starten wird der Himmel dunkel.
00:11:11: So viele sind das hier.
00:11:12: Das ist ja ein Gänseflugplatz.
00:11:14: Wie kann man so sagen?
00:11:15: Ja,
00:11:15: was haben wir noch?
00:11:16: Also ganze ist ja auch so ein bisschen Naturschutz für die Vögel, für andere Tiere auch noch.
00:11:20: oder Mauer haben wir auch mit drin.
00:11:23: Es geht hier vor allen Dingen in diesem Naturschutzgebiet um den Vogelschutz und den Wiesn-Vogelschutz.
00:11:29: Das ist ein sehr erfolgreiches Vogelschutzgebiet mit steigenden Zahlen, das liegt daran die Leute an der Naturschulstation vor Ort.
00:11:38: Das sind vernünftige Leute, mit denen kann man super umgehen.
00:11:41: Oft heißt es Landwirtschaft und Naturschusschutz, das kann nicht so richtig zusammen funktionieren.
00:11:47: Ich überspitze das mal ein bisschen die Bauern und die Grünen.
00:11:51: Aber letzten Endes, es sind alles Menschen und wenn man vernünftig miteinander umgeht und vernünftig miteinander spricht dann kann man auch zusammen was erreichen.
00:12:00: Genau!
00:12:01: Das Ziel ist ja nicht das Problem sondern das ganze sage ich immer muss ja auch funktionieren.
00:12:06: da kommen wir zu dem Teil das muss sich auch wirtschaftlich aufgehen ne?
00:12:09: Wenn ihr jetzt nicht so viel rausholen könnt
00:12:11: wirtschaftlich ist das hier eben schon eine Herausforderung, sag ich mal.
00:12:14: Wir müssen für die Flächen nicht wahnsinnig viel Pachte bezahlen aber ein bisschen was müssen wir auch bezahlen.
00:12:20: und unser Opa hat damals immer gesagt als wir es angefangen haben mit den Mutterkühen hat er gesagt zu unserer Vater Junge, eine Kuh in Einkalb nur im Jahr und dann keine Milch, in dem Jahr bist du pleite man sieht es war nicht so.
00:12:34: ja sollte nicht ganz recht haben wir haben das entsprechend die entsprechende Vermarktungen die auch immer gut funktioniert hat.
00:12:40: Und wie gesagt, die Zusammenarbeit hier mit den Leuten von der Nantutu Station ist wirklich absolut hervorragend!
00:12:46: Wie läuft das mit der Vermarktung?
00:12:48: Wir sind Lieferant Edeka, unser Abnehmer bzw.
00:12:52: die Goldsfiend ist eine hundertprozentige Tochter der Edeka und da gibt es ja ein entsprechendes Angusprogramm wo unsere Tiere dann entsprechend nachlaufen.
00:13:03: Es geht um die Art Rinder, die ihr habt, die dann da speziell... auch zu einem etwas besseren Preisverkauf werden können?
00:13:09: Ja, genau.
00:13:10: Das ist auch an mehrere Bedingungen geknüpft also Strohhaltung des Pflicht und zwar von wirklich klein bis groß.
00:13:16: Weidegang sollte irgendwie dabei gewesen sein Also kein Gehenfutter sind schon ein paar Bedingung daran geknüfft um in dieses Programm eben verkaufen zu können.
00:13:26: Und das was Besonderes bekommt ihr für die Naturschutzfunktion jetzt über eure Tiere bekommt er da auch so aus anderen Quellen noch irgendwie etwas dafür, dass ihr das macht?
00:13:35: Dass euch darum kümmert, dass die Wiesen frei sind und so.
00:13:38: Ja, das ist tatsächlich das Hauptproblem was hier eigentlich ist.
00:13:41: wir haben wirklich sehr viel Arbeit.
00:13:43: Wir müssen hier im Jahr... Die Zäune wurden uns aufgebaut Das mussten wir selber nicht machen Aber die Zaunpflege ist für uns jetzt ja unser Job.
00:13:52: Und bevor ich hier die Tiere eben auf die Flächen bekommen kann Ich habe das mal ganz gewobt nachgeguckt Wir sind irgendwo im Bereich von twenty-fünf Kilometer Zaun, die wir jedes Jahr nachgucken müssen.
00:14:02: Okay
00:14:02: mal voraus, das ist riesig hier!
00:14:05: Das ist nicht unbedingt das wegsamste Gelände.
00:14:07: wenn wir das nachgücken müssen dann ist es oft noch nass weil wir müssen's ja machen bevor wir die Kühe rausbringen.
00:14:12: Wäre ich
00:14:12: dem Winter?
00:14:12: Das hat man gerade überflutet?
00:14:14: Genau, dass er überflutet ist vielleicht nicht mehr aber es ist wirklich nicht so einfach, dass man dann hier wiedlich klarkommt und auch langes Gras also das ist schon ein Job... ...das was man dafür letzten Endes bekommt ist ein bisschen knapp und das ist eigentlich mal eine Sache der Politik.
00:14:30: Man möchte ein entsprechend funktionierendes Naturschutzgebiet haben, was hier vorhanden ist, was auch wirklich gut läuft.
00:14:38: aber leider ist man da eben nicht bereit aus Landes oder Bundesquellen entsprechend eine Zahlung vorzunehmen, weil ich sage mal ohne uns Landwirte die jetzt hier wirtschaften und das kurz zu halten müsste es vielleicht ein Lohnunternehmer machen, sag' ich mal.
00:14:52: Und der müsste auch von irgendwas bezahlt werden.
00:14:54: Denn
00:14:54: wenn man gar nichts machen würde würden ja irgendwann mal auch Büsche, Bäume – das wird ja wahrscheinlich auch zuwachsen ein bisschen, ne?
00:14:59: Genau!
00:15:00: Das würde alles zuwachen.
00:15:01: Wir hätten wieder quasi hier auch wirklich nur langes Gras kein Kurzstand so wie es jetzt eben ist.
00:15:06: Hätten überhaupt nicht die Voraussetzung für die Wiesenvögel Dieses Gebiet quasi nutzlos dafür.
00:15:14: Jo, dann schauen wir noch ein bisschen auf die Windmühlen hier.
00:15:18: Deine Botschaft nach draußen vielleicht zum Abschluss oder der Klassiker in unserem Podcast.
00:15:24: Tipp an die Leute das was du den Leuten da draußen schon immer mal sagen wolltest?
00:15:30: Was will ich den Leuten sagen?
00:15:31: dass es eigentlich ja was viele meiner Berufskollegen auch sagen Die Wertschätzung an unserem Beruf geht leider immer weiter zurück und es wäre einfach schön, wenn man das was wir tun entsprechend mehr wertschätzt, entsprechend orientiert einkauft.
00:15:48: Und sagt komm ist zwar teurer aber ich kaufe lieber das deutsche Produkt wie ein Produkt aus Übersee wo ich überhaupt nicht weiß wie es erzeugt wurde weil hier können wir noch mitbestimmen was aus dem Ausland kommt.
00:15:59: da können wir nicht mit bestimmen.
00:16:00: man sieht ja gerade was entsprechend mit Mercosur los ist.
00:16:03: Kaufe das, was hier direkt voraus passiert.
00:16:06: Und damit steigen wir jetzt ins Auto und fahren wieder los.
00:16:16: Zurück zum Hof!
00:16:17: Wie weit ist es?
00:16:18: Wir sind ungefähr so gute von hier, wo wir jetzt sind.
00:16:22: Vier Kilometer bis zu der Trieb.
00:16:24: Die weiteste Fläche ist gut zehn Kilometer entfernt.
00:16:27: Der Rest ist relativ dicht bei Sammen hier.
00:16:32: Man hat uns die Flächen hier schön gut zusammengelegt.
00:16:35: Sie sind quasi wirklich nur durch Gräben oder Wege getrennt.
00:16:40: Das macht für unsere Wirtschaftung halt
00:16:42: schon einfacher.
00:16:44: In dem Sinne, zurück in
00:16:52: die Zivilisation!
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